Adventskalender

Interview mit Sandra Binder

Lesedauer: 5 Minuten

Heute wurde in der Phantastischen-Adventskalenderaktion, die ich zusammen mit der lieben Caro von „All You Need Is A Lovely Book“ auf die Beine gestellt habe, das 4. Türchen geöffnet – versteckt hielt sich dort hinter die liebe Sandra Binder und steht mir nun in einem Interview Rede und Antwort. 

Ganz zum Schluss wird übrigens ein Gewinnspiel erwähnt, an dem nur am heutigen Tag und auch nur in der oben genannten Veranstaltung auf Facebook teilgenommen werden kann.

Viel Spaß!  


Wir heißen Sandra Binder herzlich willkommen ❤️ Es freut uns, dass du Teil dieser Veranstaltung sein willst!
Zur Einstimmung haben Plüm und Sandra ein kleines Interview geführt, das ich euch nun nicht länger vorenthalten möchten:

P.: Plüm
S.B.: Sandra Binder


P.: Hallo liebe Sandra und willkommen zum (weihnachtlichen) Interview im Weltenarchiv! 
Schön, dass du dich meinen Fragen stellst und den Weltenarchivbummlern einiges über dich erzählen möchtest  
Wovon halte ich dich gerade ab?
S.B.: Ich sollte eigentlich mit dem Lektorat meines Fantasy-Romans weitermachen … aber ein Päuschen kann nie schaden 😉

P.: Du bist Autorin. Wie kam es dazu? Wann wusstest du, dass du deine eigenen Geschichten zu Papier bringen möchtest?
S.B.: Ich stand schon immer auf Geschichten. Ich kann mich sogar an frühe Werke in Zeitungsform erinnern, die ich meinen Eltern auf den Frühstückstisch gelegt habe. Mit brandaktuellen News über Familienmitglieder und Haustiere …
Ich denke, die Liebe zum Geschichtenerfinden verdanke ich meinem Vater. Seit ich denken kann, baut er die Bühnenbilder für ein Kindertheater. Als ich klein war, bin ich nicht nur auf dieser Bühne gestanden, ich habe auch live miterlebt, wie aus Entwürfen Modelle, aus Modellen Bauteile und aus Bauteilen das fertige Bühnenbild entstand. Es hat mich immer fasziniert, wie mein Vater – völlig aus dem Nichts heraus – eine detaillierte und atmosphärische Fantasiewelt erschaffen konnte. Ich wollte das auch machen. Da ich handwerklich jedoch nicht so begabt bin, baue ich meine Welten lieber im Kopf 😉

P.: „Des Teufels Kopfgeldjäger“ ist dieses Jahr im Zeilengold Verlag erschienen. Was macht diese Welt besonders?
S.B.: Zum einen die Wesen, die in ihr leben. Allen voran die Kopfgeldjäger, die jene Seelen fangen, die gegen ihre teuflischen Verträge verstoßen. Mir war es wichtig, nicht die üblichen Klischees über Dämonen, Engel, Vampire, etc. aufzunehmen, sondern die Figuren nach ihrem individuellen und eckigen Charakter leben zu lassen. Damit wären wir schon bei der zweiten Besonderheit: der Message. Es geht in der Geschichte nicht nur um eine spannende Hetzjagd, sondern auch um die bittere Suche nach der Wahrheit, darum, hinter Fassaden zu blicken und Vorurteile zu überwinden. Wer auf welcher Seite steht, wer gut und wer böse ist, verschwimmt im Laufe der Handlung schon mal und der Leser muss immer wieder ganz neu interpretieren.

P.: War es ein Traum von dir, für den Zeilengold Verlag schreiben zu können oder hast du dich bei mehreren Verlagen vorgestellt?
S.B.: Da ich bei einer Agentur unter Vertrag bin, werden meine Romanideen immer verschiedenen Verlagen angeboten, bei denen sie ins Programm passen. Aber ich glaube, »Des Teufels Kopfgeldjäger« und der Zeilengold-Verlag haben sich gesucht und gefunden. Die Harmonie war sofort da und es passt einfach alles perfekt zusammen.

P.: Neben dem Kopfgeldjäger hast du noch einige andere Bücher geschrieben. Welches war dein Debüt und worum geht es dort?
S.B.: Das wird jetzt ein wenig tricky, denn meine Bücher sind nicht in der Reihenfolge erschienen, in der ich sie geschrieben habe.
Alsooo, das erste Buch, das ich je geschrieben habe, liegt in den Tiefen meiner Schreibtischschublade und das ist gut so. Das zweite Buch, das ich je geschrieben habe, ist »Des Teufels Kopfgeldjäger« und das lag vor seiner Veröffentlichung ein paar Jährchen in der »Zu-vermitteln-Schublade« der Agentur.
Das erste Buch, das ich tatsächlich veröffentlicht habe, heißt »Küssen verboten – Beissen erlaubt (Summer 1)« und ist ein Episodenroman. Darin geht es um die chaotische Vampir-Detektivin Summer, die einen gefährlichen neuen Auftrag erhält und dabei hartnäckig versucht, sich nicht in ihren Auftraggeber zu verlieben. Teil 2 erscheint demnächst.

P.: Auf welches Werk bist du besonders stolz und warum?
S.B.: Man hat doch alle seine Kinder gleich lieb 😉
In jedem meiner Romane steckt eine Menge Herzblut und auch immer eine Message. Das ist mir wichtig. So ist jede Geschichte anders und liegt mir auf ihre Weise am Herzen.
Aber wenn ich wählen muss, dann entscheide ich mich für »Die Frauen von Ballycastle«. Das ist ein Familiengeheimnis-Roman, der in Nordirland spielt und in dem auch der Nordirlandkonflikt eine tragende Rolle spielt. Ich habe eine Menge geforscht, gelesen und gelernt für diesen Text und bin sogar nach Nordirland gereist, um vor Ort zu recherchieren.
Außerdem ist das Buch meiner Oma gewidmet, die wie eine der Hauptfiguren an Demenz litt. Daher wird der Roman immer etwas Besonderes für mich bleiben.
Ich freu mich deshalb auch wie bolle, dass der Roman im März noch als Taschenbuch erscheint!

P.: Kommen wir mal zu deinen Eigenschaften: Wenn du dich in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das?
S.B.: Loyal. Willensstark. Tolerant.

P.: Wie sieht dein Autorenarbeitsplatz aus? Was brauchst du, um gut schreiben zu können?
S.B.: Ich habe zwei Plätze: einen richtigen Schreibtischarbeitsplatz mit Drehstuhl, ergonomischer Tastatur und all dem Schnickschnack und einen lümmeligen Sitzsack mit Kissen und Decken. In Ersterem lässt sich super überarbeiten, im anderen fühle ich mich aber irgendwie kreativer.
Eines brauche ich auf beiden Plätzen allerdings zwingend: Absolute Ruhe!

P.: Hast du Sätze oder Worte, die du sowohl im realen Leben als auch in deinen Büchern oft und gerne verwendest? 
S.B.: Witzigerweise benutze ich die Worte, die ich gern schreibe, so gut wie nie beim Reden. »Unwillkürlich«, »abrupt« und »eigenartig« sind beispielsweise solche Schreibwörter.
Was ich gerne – beim Schreiben wie beim Reden – verwende, sind sarkastische Einwürfe wie: »Danke, für die Einschätzung, Dr. Freud.« Oder: »Sei mal weniger ›Twilight‹ und mehr ›From Dusk till Dawn‹.« Leider muss ich die in Büchern aber meistens rausstreichen, weil das ja geschützte Namen sind und ich sie nicht immer unbedingt positiv verwende …

P.: Was könnte als dein größter „Tick“ zählen?
S.B.: Ich höre da gerade im Geiste einige Leute »Socken« brüllen … Aber ich halte das für üble Nachrede. Wenn jemand fragt: Ich habe keinen Socken-Tick! Ich habe nur einen wenig höheren Sockenverbrauch als andere Leute …

P.: Wenn wir schon mal bei deinen Angewohnheiten sind: Wie verbringst du die Adventszeit? Hast du bestimmte Rituale?
S.B.: Eigentlich nicht. Außer After-Work-Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt zählt dazu 😉 Ansonsten geht die Adventszeit recht spurlos an mir vorüber und ich merke erst an Weihnachten, dass schon wieder Weihnachten ist.

P.: Was bedeutet die Weihnachtszeit bzw. Weihnachten für dich?
S.B.: Für mich ist Weihnachten eine kuschelige, gemütliche und friedliche Zeit mit meinen Lieblingsmenschen. Endlich hat man Zeit füreinander – das genieße ich besonders – und alles scheint eine Weile still zu stehen. Die Weihnachtsfeiertage sind immer wie eine Pause vom hektischen Alltag, in der man mal durchatmen kann.

P.: Um dich zum Abschluss noch ein wenig besser kennenzulernen, stelle ich dir ein paar „Oder“-Fragen – vollkommen querbeet. Du nennst dann das Wort, was am Ehesten zu dir und deinen Vorlieben passt. Bist du bereit?

P.: Grinch oder Weihnachtselfe?
S.B.: Beides irgendwie …

P.: Fantasy oder Krimi?
S.B.: Fantasy

P.: Hund oder Katze?
S.B.: Hund

P.: Netflix oder Prime?
S.B.: Netflix

P.: Serie oder Film?
S.B.: Serie

P.: Belle oder Arielle?
S.B.: Belle

P.: Prinzessin oder Raufbold?
S.B.: Raufbold

P.: Chips oder Schokolade?
S.B.: Schokolade

P.: Print oder eBook?
S.B.: eBook

P.: Sailor Moon oder Pokemon?
S.B.: Nie angeschaut …

P.: Schreiben oder Lesen?
S.B.: Schreiben

P.: Letzte Frage: Party oder Couch?
S.B.: Couch. Nein, Party. Oder doch Couch? Jetzt bin ich verwirrt …

P.: Puh, das war eine schnelle und spannende Fragerunde. Ich bin ganz aus der Puste… Du siehst auch ziemlich ausgequetscht aus ^^
Ich hoffe, dir hat der Besuch im Weltenarchiv gefallen und dass du bald mal wieder vorbeischaust  
Ach… bevor ich es vergesse: Möchtest du den Weltenarchivbummlern noch eben erzählen, was du für sie mitgebracht hast?
S.B.: Ich habe hier viele bunte Goodies in meinem Säckchen – Leseproben, Magnete, Bleistift, undundund. Zu all meinen Buchkindern ein kleines Appetithäppchen sozusagen. Ich hoffe, ich kann jemandem damit eine kleine vorweihnachtliche Freude bescheren.
Dir, liebe Plüm, danke ich vielmals für dieses fröhliche und informative Interview. Es hat großen Spaß gemacht im Weltenarchiv und ich hoffe, ich darf bald mal wieder vorbeischauen.

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