Rezension

Cataleya. Der Drache in dir – Jacqueline V. Droullier

Lesedauer: 5 Minuten

Auch heute habe ich wieder eine Rezension für euch. Dieses Mal hat mich Hawkify Books eingeladen, bereits einige Zeit vorab in die Welt von Cataleya einzutauchen – vielen lieben Dank hierfür!
Übrigens feiert diese Geschichte am heutigen Tag ihre Eröffnung – die Tür im Weltenarchiv ist also ab jetzt auch für euch geöffnet! Happy Bookbirthday *wuhuuu*

Buchvorstellung

 

Titel: Cataleya – Der Drache in dir
Autorin: Jacqueline V. Droullier
Coverdesign: Jaqueline Kropmanns
Verlag: Hawkify Books
Seiten: 275
Erscheinung: 07.03.2019
Formate: Taschenbuch und eBook

Klappentext
Mehr als einmal wünscht sich die 17-jährige Leya aus ihrer tristen Welt ausbrechen zu können. Aber was passiert, wenn aus einem Wunsch plötzlich Wirklichkeit wird? Nicht nur ihr Kuschelhase erwacht zum Leben, Leya findet sich kurz darauf in einer fremden Welt wieder, in der sie ein Mitglied der königlichen Familie sein soll. Und dann ist da auch noch der wortkarge Waffenmeister Marlo, der sie auf ihre Aufgabe vorbereiten muss. Auf der Flucht vor ihren Feinden rutscht sie immer tiefer in die Schatten ihrer Vergangenheit und erkennt die grausame Wahrheit: Wenn sie versagt, wartet der Tod nicht nur auf sie …

Erster Satz

Mit zehn Jahren hatte ich aufgehört an Drachen zu glauben.

Cataleya – Der Drache in dir; Jacqueline V. Droullier; S. 7

 

Rezension

Geschichte und Weltenaufbau

Als ich den Klappentext und auch das Cover das erste Mal gesehen bzw. gelesen habe, dachte ich an eine coole Geschichte mit Spannung, tollen Charakteren und eine einmalige Handlung. All das fernab von tausend mal erzählten Klischees.

Leya ist ein 17 jähriges Mädchen, das nur als durchschnittlich gelten kann. Sie ist bei ihren Klassenkameraden weder besonders beliebt, noch macht ihr die Schule Spaß – was gerne zu ausdrucksstarken und handfesten Auseinandersetzungen führt. Sie möchte sich in keine Schublade zwängen lassen und zeigt dies mit ihrem Verhalten nur allzu gerne.
Mit dieser rebellischen Ader und dem generellen Umstand, dass ihr Vater die Familie schon vor langer Zeit verlassen hat, ist ihr persönliches, tristes Leben perfekt. Hieraus möchte sie liebend gerne ausbrechen – doch hätte sie gewusst, dass dafür ein sprechender Kuschelhase und eine völlig fremde Welt nötig ist, hätte sie es sich vielleicht doch noch einmal anders überlegt… denn wer will schon gegen böse Drachen kämpfen müssen und einer gefährlichen Zukunft ausgeliefert sein?

Tja…
Wo fange ich an?
Am Anfang habe ich mich auf die Geschichte mit strahlendem Gesicht eingelassen. Der Schreibstil gefiel mir sehr (hierzu später mehr) und ich ging mit recht großen Erwartungen an die Welt heran.
Doch was ich zunächst bekam, war ein Klischee nach dem anderen. Von einem jungen Mädchen, über Durchschnittlichkeit und langweiliges Leben, bis hin zu einer plötzlichen Wendung, die alles auf den Kopf stellt – mehr kann ich an dieser Stelle nicht aufzählen, da ich sonst spoilern würde. Ich war zu Beginn echt enttäuscht. Allerdings kam es mir irgendwann komisch vor; Wie kann eine Autorin so dermaßen klischeebehaftet schreiben, das Lektorat über die Geschichte schauen und keiner davon bemerkt es? Das hielt ich dann doch für unwahrscheinlich. Tatsächlich wurde ich in meiner Vermutung – dass dem gar nicht so sein kann und mich jemand auf die Schippe nehmen will – bestätigt, denn Leya selbst stellte nach den ersten Kapiteln selbst fest, dass ihr Leben ein reines Klischee ist. Wo denn nun der Ritter in glänzender Rüstung bliebe. Oder so in der Art.
Ab diesem Punkt nahm die Geschichte DEM EINÄUGIGEN RIESEN SEI DANK eine phantastische Wendung, die ich nur begrüßen konnte.
Was soll ich sagen?
Die Story fesselte mich zwar allein wegen des Schreibstils von Beginn an, jedoch wurde endlich auch die Handlung vorangetrieben – Spannung baute sich auf und die Seiten flogen vor meinen Augen nur so dahin. Naja, die virtuellen Seiten meines Readers versteht sich.
Schlussendlich hat es sich für mich also gelohnt, mich durch die ersten Kapitel „augenzurollen“, denn meine recht hohen Erwartungen vom Anfang wurden glücklicherweise zufrieden gestellt 😀

Einzig die Tatsache, dass die „Hauptquest“ – wie ich es jetzt einfach mal nenne – sich wohl scheinbar in den nächsten Teil verschiebt und das interessanteste dadurch noch nicht in greifbarer Nähe ist – ließ mich zum Schluss wieder etwas enttäuscht zurück, da ich nicht auf dem Schirm hatte, dass noch ein weiterer Teil erscheinen wird… Dennoch habe ich die Welt mit ihrer Magie, den Drachen und den dunklen Machenschaften gerne besucht und schlussendlich innerhalb weniger Stunden komplett durchgelesen.

Schreibstil und Inhalt

Besonders zu Beginn konnte mich der leichte, sarkastische und realitätsnahe Schreibstil einfangen, als die Story für mich noch nichtssagend war. Denn genauso stelle ich mir die Gedanken einer 17-Jährigen vor.
Nur hierdurch konnte ich die ersten Kapitel, in denen ich ständig die Augen verdreht habe, durchhalten. Auch, als die Welt dann irgendwann endlich komplexer und aufregender wurde, ist der Stil wunderbar geblieben. Beides in Kombination war in meinen Augen unschlagbar.

Das Buch ist auf seinen 275 Seiten in insgesamt 23 Kapitel (inklusive Epilog) aufgeteilt. Entsprechend kurz und knackig wurde die Geschichte erzählt und nahm – trotz der ersten Kapitel, die dennoch so dahinflogen – schnell Fahrt auf. Super gewählte Kapitelenden und der tolle Schreibstil von Jacqueline ließen mich erst wieder aus der Geschichte von Leya aussteigen, als sie (mehr oder weniger) vorbei war.
Warnung: Am Ende gibt es außerdem einen Cliffhanger, der uns Weltenbummler mit Sicherheit nach mehr schreien lässt. Naja, vor allem mich.

Charaktere

Quelle: Jacqueline V. Droullier

Leya ist eine junge, aber echte Heldin. Sie ist zwar eine 17-jährige durch und durch, aber ebenfalls mutig, nicht unbedingt auf den Mund gefallen und sowohl mit sarkastischen und als auch witzigen Gedanken unterwegs.
Für mich – wie könnte es bei einer Ich-Erzählung auch anders sein – ist sie die für mich durchschaubarste Person in dieser Geschichte.

 

Quelle: Jacqueline V. Droullier

Marlo war für mich lange Zeit der undurchsichtigste Charakter, den die Autorin kreiert hat. Er ist der Waffenmeister und soll Leya für ihren Kampf ausbilden. Doch welche Gedanken er hat und wer genau er eigentlich, was er bisher schon erlebt hat und was er will – all das bleibt lange im Schatten. Auch jetzt kann ich noch nicht sagen, dass ich Marlo wirklich kenne. Jedoch erweckt dieser mystische Charakter meine Neugier und ich bin auf weitere Infos über ihn mehr als gespannt.

 

Quelle: Jacqueline V. Droullier

Fips ist eigentlich der Kuschelhase von Leya, der sie bereits in ihrer Welt schon ihr ganzes Leben lang begleitet hat. Als er sie plötzlich hoppelt, spricht und in die andere, ihr fremde Welt führt, entdecken wir mit Leya gemeinsam, dass Fips auch lebend ein treuer Begleiter ist. Mit ihm ist Spaß vorprogrammiert, da er mit seiner Unbeholfenheit und seiner kleinen Größe eher wenig ausrichten kann – denn das ist ihm oft nur allzu bewusst. Sarkasmus und (unfreiwilliger) Witz steht bei ihm an der Tagesordnung.

Fazit

Alles in allem kann ich für „Cataleya – Der Drache in dir“ eine eindeutige Empfehlung aussprechen. Selbst wenn mich der Beginn des Buches zur Verzweiflung brachte und ich die ersten 30 Seiten nur weiterverfolgt habe, weil ich den Schreibstil und Leyas Charakter aussagekräftig fand, konnte mich die Geschichte und der Weltenaufbau überzeugen. Ich mochte die magische und teils düstere Atmosphäre in der fremden Welt sehr, genauso auch die Entwicklung, die Leya durchgemacht hat: Von der grauen Maus – die ab und an den Mund nicht halten konnte – hin zu einer Kämpferin und Heldin, die weiß, was sie will.
„Cataleya“ ist auf eine eigene Weise einzigartig, mystisch und spannend.

Ich will mehr davon! 😀

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