Rezension

Die Weltportale 1 – B.E. Pfeiffer

Weltenvorstellung

Titel:
Die Weltportale 1
Autorin:
B.E. Pfeiffer
Verlag:
Sternensand Verlag
Cover: 
Alexander Kopainski
Seiten:
624
Formate:
eBook, Taschenbuch
Erscheinung:
27. Juli 2018

Rezensionsexemplar

Klappentext

»Du musst dich nicht vor den Schatten fürchten. Ein Schatten bedeutet nur, dass hinter dir ein Licht brennt.«
Eleonora lebt in einer Welt, die einst durch magische Portale mit anderen Welten verbunden war. Als Tochter eines Magiers und einer Elfe vereint sie zwei unterschiedliche Kräfte, ist mächtig und gehört doch zu keinem Volk. Mit der Aufnahme auf die Akademie der Magie erhofft sie sich nicht nur, ihre Kräfte unter Kontrolle zu bekommen, sondern auch, endlich akzeptiert zu werden.
Als sie jedoch von einem mysteriösen Schatten angegriffen wird und hinter ein lange gehütetes Familiengeheimnis kommt, ist die anfängliche Ablehnung ihrer Mitschüler ihr geringstes Problem. Wird es ihr gelingen, ihre Welt vor der Dunkelheit zu bewahren?

Rezension

Die Weltportale von B.E. Pfeiffer ist die letzte Fantasyreihe, die ich von der Autorin bisher noch gar nicht angefangen hatte. Entsprechend neugierig war ich auf ihr Debüt und natürlich gespannt darauf, wie sie mir gefällt. Erfahrt hier, ob sie meine Erwartungen erfüllen konnte. 

Mit den Weltportalen tauchte ich in die allererste erschaffene Welt von B.E. Pfeiffer ab. Sofort merkte ich, dass diese besonders groß und vielfältig ist. Zu Beginn hatte ich aufgrund dieser vielen Eindrücke, des ungewohnten Schreibstils in der B.E. Pfeiffer als personaler Erzähler aus der Sicht von Eleonora ihre Geschichte erzählt. Normalerweise liebe ich es, mich in die Ich-Perspektive, die die Autorin sonst nutzt, fallen zu lassen und alles mitzufühlen. Hier hatte ich jedoch zumindest auf den ersten paar Seiten das Problem, nicht richtig reinzukommen. Nachdem die Story nach ein paar Kapiteln dann aber an Fahrt aufnahm, konnte ich mich wie gewohnt in der Geschichte verlieren.

Da ich sonst so gut wie alle Werke von Betty kenne und wirklich abgöttisch liebe, habe ich natürlich gemerkt, dass sich ihr Schreibstil hier noch in den „Kinderschuhen“ befindet. Was aber gar nicht schlimm ist, denn jeder Autor bzw. jede Autorin entwickelt sich mit jeder auf’s Papier gebrachten Welt stetig weiter. Somit hatte ich zumindest bei diesem Aspekt keine sehr hohen Erwartungen. Beispielsweise hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, dass eindeutig zu viel erklärt wird – nichts gegen Erklärungen, jedoch ist das Zeigen schöner, als wenn man es in einem inneren Monolog erzählt bekommt. Solche erklärenden Dinge hätten gut auch in Dialoge eingebettet werden können. Es waren jedoch nicht nur Erklärungen, sondern auch verschiedene Situationen, die einfach nur erzählt wurden, anstatt sie richtig mitzuerleben. Dies war besonders zu Beginn der Fall. Allerdings schätze ich, dass Betty mit Sicherheit nochmal ein paar Teile mehr schreiben müsste, wenn sie uns wirklich alles miterleben lassen würde. Von daher sehe ich das bei der eh schon hohen Seitenzahl nicht so eng 😀 
Dagegen waren meine Hoffnungen bei dem Weltenbau dieser High Fantasy Geschichte sehr groß – und ich muss wirklich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Natürlich war es zu Anfang wirklich viel: eine andere Zeitzählung, viele unterschiedliche Völker, deren Beziehungen zueinander, die ganzen Leute, die Eleonora kennenlernt. All die Geheimnisse, sonderbaren Ereignisse und ihre Magiebegabung, welche zu einem Teil (der Magieranteil) noch nicht ausgereift ist und für Überraschungen sorgt. 
Mit jeder Seite, mit jedem Rätsel und mit jeder Spannung fand ich diese Welt immer faszinierender und ich wollte gar nicht mehr von Eleonoras Seite weichen. Sie als Protagonistin mochte ich immer mehr im Laufe der Geschichte. Erst hatte ich kleinere Schwierigkeiten mit ihr, da sie mir sehr naiv und zu stark verzeihend war. Egal was ihr jemand antat, sie hat immer die Schuld auf sich gelenkt, sodass (fast) niemand für sein Verhalten geradestehen musste. Zudem wusste ich erst wirklich nicht (zumindest erst einmal), was ich von den männlichen Parts halten sollte. Also, Aestus… Es ging echt nicht unfreundlicher, oder? Aber genau das war dagegen super! Ich fand es wirklich genial, welche Gefühle die einzelnen Charaktere in mir hervorgerufen haben. Hier hat die Autorin also wie gewohnt ihr ganzes Können gezeigt. 
Insgesamt konnte ich mich wirklich gut in diese vielseitige Welt einfinden und habe nägelkauend mitgefiebert, während ich nur so an Eleonoras Fersen klebte. Daher freue ich mich schon ungemein darauf, in Kürze zu erfahren, wie es weitergeht! 

Fazit

Mit „Die Weltportale 1“ hat B.E. Pfeiffer einen gelungen Einstieg in die wirklich magische und vielschichtige High Fantasy Welt erschaffen. Auch wenn ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte und den Stil reinzufinden, konnte ich schon nach wenigen Kapiteln vollends abtauchen – und zwar genau so, wie ich es von den anderen Welten der Autorin gewohnt bin. Daher bin ich schon wirklich gespannt und aufgeregt, wie die Geschichte weitergeht! 

Plüm vergibt für diese Welt folgende Sternenanzahl:
4.5/5
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