Rezension

Die Wikinger von Vinland – Smilla Johansson

Weltenvorstellung

Titel:
Die Wikinger von Vinland
Autorin:
Smilla Johansson
Verlag:
Sternensand Verlag
Cover: 
Alexander Kopainski
Seiten:
462
Formate:
eBook, Taschenbuch
Erscheinung:
07. August 2020

Rezensionsexemplar

Klappentext

Die Freiheit ruht tief in dir, du musst ihr nur die Tür öffnen.

Als Linea ein Gespräch zwischen ihrem Ziehvater und dem Jarl von Skogbyen belauscht, erfährt sie, dass ihr bisheriges Leben im Wikingerdorf eine einzige Lüge war und sie dem grausamen Anführer versprochen werden soll. Linea will frei sein, selbst über ihr Leben bestimmen und sich nichts vorschreiben lassen, doch es ist nicht leicht, als Frau unter Wikingern zu bestehen. Sie braucht die Hilfe ihrer Freunde, denn die Intrigen, die sich um sie spinnen, sind gewaltiger, als sie jemals geglaubt hat. Wird es ihr gelingen, ihre Freiheit zu erkämpfen? Und wieso hat der Jarl überhaupt ein solches Interesse an ihr?

Rezension

„Die Wikinger von Vinland“ aus Smilla Johansson’s Feder war für mich meine allererste Reise in die sagenumwobene Welt der Wikinger. Vorher habe ich mich eigentlich nie mit ihnen identifizieren können, noch konnten sie mich sonderlich anlocken. Doch irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl, als der Sternensand Verlag diese Welt vorstellte. 

Der Klappentext hat mich tatsächlich direkt angesprochen, da ich es liebe, Intrigen und Geheimnisse aufzudecken. Es hieß, dass es auch mal brutaler, blutiger und sehr spannend zugehen wird – spätestens da MUSSTE ich die Wikinger mal näher kennenlernen. 

Direkt zu Beginn fiel mir die wirklich mystische Atmosphäre auf. Es entstand direkt ein gewisses Wikinger-Flair, denn sowohl die Sprechweisen, als auch generelle Beschreibungen waren der alten Wikingerzeit wirklich perfekt angepasst – insofern ich das als Laie beurteilen kann. Zumindest wurde ich direkt nach Skogbyen entführt – alles war zum Greifen nah und authentisch.

Auch die Charaktere, allen voran Linea wirkten wunderbar echt. Sie ist zum Zeitpunkt der Geschichte vierzehn Sommer alt und genau das merkt man auch. Einerseits noch kindlich-naiv, kämpft sie dennoch für das, was ihr wichtig ist. In einer grausamen Welt lernt sie, dass sie mitunter skrupellos sein muss, um ihre wirkliche Freiheit zu erlangen. 

Wer dabei Freund und Feind ist, ist absolut unklar. Aber genau das liebe ich an Geschichten mit weitreichenden Intrigen: man kann sich wirklich nie sicher sein.  Alle Charaktere, die ich getroffen habe, wirkten daher ziemlich vielschichtig. 

Was die Brutalität bei Smilla’s Wikingern angeht: es hätte etwas mehr sein können. Nachdem ich mehrmals gelesen habe, dass es brutaler zugehen soll, wie bei GoT oder Vikings (letzteres kenne ich nicht), hatte ich mehr erwartet 😀 Natürlich bekam ich die teils grausamen Sitten und den Umgang mit Strafen mit, doch richtige Gänsehaut, weil es wirklich krasse Szenen gewesen wären, hatte ich dabei nicht. Eventuell kommt da noch mehr Blut, wenn die Geschichte weitergeht – ich bin gespannt! 

Der Schreibstil von Smilla Johansson ist übrigens butterweich – er war wirklich angenehm zu lesen und hat mich sogar komplett davon abgelenkt, dass alles in der dritten Person geschrieben war. Ich konnte fast immer mit Linea mitfühlen (insofern dass bei einer Teenagerin in dem Alter geht :D) und mochte die Perspektivwechsel sehr – denn die haben dem Ganzen nochmal das gewisse Extra verliehen. 

Fazit

Smilla Johansson hat mit „Die Wikinger von Vinland“ eine wirklich mystisch-düstere Atmosphäre erschaffen, die mich direkt in die Zeit der Wikinger katapultiert hat. Die zeitgenössischen Beschreibungen und Fachbegriffe sowie das gesamte Setting ließen mich vollkommen in die Welt von Linea eintauchen. Es war eine abenteuerliche, spannende, geheimnisvolle, teils brutale und absolut authentische Reise. Ich mochte die Intrigen und das Aufdecken all der Geheimnisse sehr und auch die Entwicklung von Linea ist mehr als glaubhaft. 
Insgesamt ist diese Geschichte auf jedenfall eine Reise wert! 

Plüm vergibt für diese Welt folgende Sternenanzahl:
5/5
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